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Jesus aber sprach zu ihnen: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.“ Johannes 6,35

Konrad Alder hat einen neuen Verlag gegründet und bietet seit 12. November 2013 Bücher an. Der Name des Verlages lautet Artos-Verlag. Das Wort Artos kommt aus dem Griechischen (ἄρτος) und bedeutet Brot. Der Artos-Verlag will erbauliche Literatur, die Jesus, das Brot des Lebens, zum Mittelpunkt hat, ebenso herausgeben wie Informationen über Zeitströmungen. In einem kurzen Interview hat Georg Walter mit Konrad Alder über seine Bekehrung und seinen neuen Verlag gesprochen.

Georg Walter: Wann und wie hast Du Dich zu Jesus Christus bekehrt?

Konrad Alder: Bekehrt habe ich mich im Dezember 1981. Im Frühling des selben Jahres sprach mich eine Praktikantin an meiner Arbeitsstelle auf Jesus Christus an und lud mich in ihren Jugendkreis ein. Ich ging dann einige Monate später hin und hörte, dass Jesus Christus für meine Sünden am Kreuz auf Golgatha gestorben sei und ich durch Sein Blut gerettet werden könne. Ich fing an, die Bibel zu lesen und während der folgenden Zeit sprach Gott sehr deutlich zu mir. Ich war durch den Geist Gottes erweckt worden und ich merkte, dass ich wirklich ein Sünder war und Vergebung brauchte. Auch beeindruckte mich die Gemeinschaft von jungen Menschen im Jugendkreis, die sich trafen, um Gottes Wort zu hören, zu singen und Gemeinschaft zu haben. Damals war ich 19 Jahre alt und ich erkannte sehr schnell, dass diese Leute etwas hatten, was mir fehlte: Echte Gemeinschaft mit dem lebendigen Schöpfer. Ende Dezember las ich ein evangelistisches Büchlein vom Telos-Verlag und diese Schrift benutze der Heilige Geist, um deutlich zu mir zu sprechen: Bekehre dich heute - was willst Du noch warten? Alles ist bereit, Gott ruft Dich jetzt! Ich las das komplette Buch ein zweites Mal durch und dann kniete ich mich nieder, bekannte meine Sünden und nahm Jesus Christus als meinen persönlichen Heiland und Erlöser an. Sofort erfüllte mich ein tiefer Friede und Gewissheit: Du bist gerettet durch das Blut Jesu! Ich wurde wiedergeboren. Gleich am nächsten Tag erzählte ich meinen Eltern und Geschwistern von meiner Entscheidung, mich bekehrt zu haben und nun Jesus Christus nachfolgen zu wollen. Ich stieß auf großes Unverständnis. Leider bin ich bis heute der einzige Nachfolger Jesu Christi in meiner gesamten Verwandtschaft.

Georg Walter: Was hat Dich bewogen, einen neuen Verlag zu gründen?

Konrad Alder: Die zunehmende Verweltlichung und Anpassung der großen christlichen Verlage an diese Welt. Mein Bestreben ist es, gute geistliche und bibeltreue Literatur zu fördern z.B. dadurch, alte vergriffene Bücher neu herauszubringen und so die Gemeinde Jesu zu stärken. Unsere Glaubensväter hatten geistliche Einsichten, die es wert sind, wieder hervorgeholt und verbreitet zu werden. Die heutigen „christlichen“ Bücher haben zum größten Teil diesen Tiefgang nicht mehr, sie bleiben an der Oberfläche und verbreiten zum Teil Irrlehren. Zudem sind die großen christlichen Verlage heute vor allem daran interessiert, Umsätze und Gewinne zu generieren. Diese Überlegungen und Ziele teile ich nicht. Ich will nicht in erster Linie Geld verdienen, sondern der Gemeinde Jesu dienen.

Georg Walter: Was sind Deine Hauptziele, die Du mit dem neuen Verlag verfolgst?

Konrad Alder: Wie oben schon erwähnt, ist es vor allem die Stärkung der Gemeinde Jesu mit bibeltreuer, geistlicher Literatur. Wichtig sind mir die Apologetik und die Mission, also der Blick nach innen und nach außen. Abwehr gefährlicher Irrlehren wie z.B. des Katholizismus oder der Emerging Church gehört dazu, aber auch ermutigende Literatur wie Biografien, Bibelstudien und ähnliches. Ebenfalls sehr wichtig ist für mich evangelistische Literatur wie z.B. Verteilschriften mit Lebenszeugnissen, Kalender, Spruchkarten usw., damit die Menschen mit Jesus Christus bekannt gemacht werden können.

Georg Walter: Was ist Deine Lieblingslektüre?

Konrad Alder: In erster Linie natürlich die Bibel, das ewige Wort Gottes. Sie ist meines Fußes Leuchte und das Licht auf meinem Weg (Ps 119,105). Ich lese sie jeden Tag unter Gebet und sie ist das wichtigste Buch in meinem Leben. Daneben lese ich gerne Biografien und Lebensbilder, weil ich dadurch erfahre, was die Glaubensväter erlebt und durch welche Kämpfe sie gegangen sind. Das gibt mir Mut, meine eigene, oft schwierige Situation in einem anderen Licht zu sehen. Vor allem stärkt es mich, weil ich sehe, wie treu unser lebendiger Gott ist und dass er uns niemals fallen und untergehen lässt.

Georg Walter: Von wem hast Du in Deinem geistlichen Leben am meisten profitiert?

Konrad Alder: Ich bin in meinem Glaubensleben durch Verführungen und Tiefen gegangen. Nach meiner Bekehrung habe ich mich der charismatischen Bewegung angeschlossen und war bei „Jugend mit einer Mission“. Durch Gottes Gnade bin ich aber aus dieser Verblendung wieder herausgekommen, brauchte aber etwa 10 Jahre, um mich von diesem Gedankengut komplett zu lösen. Das geschah durch ernsthafte Buße und Reinigung durch Jesu Blut. Da ich damals keine geistliche Orientierung von außen bekam, war das ein sehr mühsamer Weg. Nach dieser Zeit las ich sehr viele Biografien von namhaften Männern wie Jim Elliot, Georg Müller, Hudson Taylor usw. Dadurch wurde mein Blick mit der Zeit klarer. Ende der 80er-Jahre lernte ich dann Karl-Hermann Kauffmann kennen, durch den ich in das Wort Gottes in praktischer Weise hineingeführt wurde. Seine Auslegungen diverser biblischer Bücher prägen mich bis heute. Von der Apologetik her profitiere ich von Rudolf Ebertshäuser am meisten, der mit seinen fundierten und sachlichen Ausarbeitungen Einblicke gibt in die Verführungen unserer Zeit. Daneben gibt es noch einige andere Brüder, die mich in meinem geistlichen Leben voranbrachten und -bringen.

Georg Walter: Was betrachtest Du als Hauptproblem heutiger Christen?

Konrad Alder: Als das Hauptproblem unserer Zeit sehe ich die Oberflächlichkeit der Gläubigen, die Instant-Gesellschaft, bei der eine Reifung der Persönlichkeit nicht mehr gewollt ist. Alles muss schnell gehen. Der Tiefgang fehlt allermeist. Im Zuge davon ist eine erschreckende Unkenntnis der biblischen Wahrheit zu erkennen, die dazu führt, dass Verführung und Verblendung Tür und Tor geöffnet wird. Der Geist des Antichristen ist sehr deutlich am Wirken und das hat Auswirkungen auf das Leben der Gläubigen. Sonst wäre eine derartige Verflachung (wie die Emerging Church, das missionale Verständnis der Bibel, die Charismatik, die in die Ökumene führt, Zusammenarbeit mit der römischen Kirche oder z.B. neuerdings mit den Mormonen in den USA) und Abkehr vom Wort Gottes meiner Meinung nach nicht möglich. Dazu kommt, dass viele Bekehrungen aufgrund der Verkündigung eines falschen oder verkürzten Evangeliums nicht echt sind. Sündenerkenntnis? Fehlanzeige! Wahrhaftige Unterwerfung unter die Autorität des Wortes Gottes? Auch Fehlanzeige! Mit Christus gekreuzigt sein und Heiligung? Kein Bedarf heute! Gefördert wird diese Verflachung auch z.B. durch Erlebnis-Christentum, christliche Rock- und Popmusik, Wohlstands-Evangelium oder durch verfälschte Bibeln wie z.B. die Volx-Bibel, die eine Gotteslästerung darstellt. All dies führt in den Abgrund.