Beschreibung
In der Verbannung – Gnade findet einen Weg
Kristina Roy
Edition.Predigt.Archiv
Taschenbuch, 118 Seiten
ISBN: 978-3-910764-26-2
Best.-Nr: 01167
In der Verbannung – Gnade findet einen Weg
Anna Somora hat sich zum lebendigen Glauben an Jesus Christus bekannt. Zu Hause hält man das für eine Verirrung, die sich auswachsen wird. Ihre Bücher hat man ihr weggenommen und verbrannt. Eine gute Heirat hat sie selbst ausgeschlagen, weil sie einem Mann ohne Glauben nicht die Hand geben wollte. Also schreibt die Mutter an die Großmutter im entlegenen Zarožie: „Nehmt sie ein halbes Jahr zu euch, dann wird sie den neuen Glauben vergessen…“
An einem Herbstabend kommt Anna über die Holzbrücke ins Tal. Neunzehn Jahre alt, ein Bündel, eine Bibel. Anna beginnt, in dem kleinen Dorf nicht zu predigen. Sie beginnt zu arbeiten. Sie näht, sie kocht, sie macht das Bett einer Frau, zu der seit Jahren niemand mehr geht, weil im Dorf jeder weiß, was sie war. In der Nacht, in der der Bach über die Ufer tritt, findet diese Frau zum Heiland.
Von dort geht es weiter, still und ohne Aufhebens: eine Bäuerin, die mitten in der Nacht ihre Söhne weckt und um Vergebung bittet. Fünf Frauen, die sich am Karfreitag in einer Waldhütte über der Schrift versammeln. Ein Dorf, in dem Menschen anfangen, nachts wach zu liegen. Und am Ende zwei Männer, die begreifen, dass ein toter Christus für die Stunden nicht ausreicht, in denen es wirklich darauf ankommt.
Zum Buch:
Kristina Roy (1860–1936) stammte aus Stará Turá in der Slowakei. Gemeinsam mit ihrer Schwester Maria gründete sie dort das Blaue Kreuz und ein diakonisches Zentrum; ihre Bücher wurden in 36 Sprachen übersetzt und haben Generationen von Gläubigen begleitet.
„In der Verbannung“ erschien 1922 im Verlag von Theodor Urban in Striegau, übersetzt von Maria Roy. Diese Ausgabe folgt jener Übersetzung und wurde von Werner Mücher und Gabriele Naujoks sprachlich behutsam durchgesehen – so weit, dass heutige Leser nicht stolpern, und so wenig, dass der Ton der Vorlage erhalten bleibt.










